Frauen verlieren im Vergleich zu Männern schneller das Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – den sogenannten MINT-Fächern. Und das bereits im Teenageralter. Dies belegen Studien wie zuletzt die europaweite Microsoft-Studie aus dem Jahr 2017. Die Ursachen sind demnach unter anderem veraltete Sozialmuster, fehlende Praxisbezüge und zu wenige, weibliche Vorbilder. So lag vor zwei Jahren laut aktuellem Frühjahrsreport des Instituts der deutschen Wirtschaft der Frauenanteil bei den Studierenden im MINT-Bereich bei lediglich 29,7 Prozent. Seit 2005 ist diese Entwicklung zudem rückläufig. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet das intoMINT-Projekt-Team aus Sachsen-Anhalt in den kommenden drei Jahren an einer Smartphone-App. Das Ziel: Da anzusetzen, wo das Interesse statistisch beginnt, zu sinken – im Teenageralter. Konkret bedeutet das, Interesse fördernde Methoden und interaktive Anwendungen zu gestalten, welche die digitale und analoge Welt altersgerecht und gleichzeitig genderorientiert verbindet. Denn die digitale Transformation spielt eine immer wichtigere Rolle, im Allgemeinen und in der Welt der jungen Generation im Besonderen. Im Projekt soll daher mit angeschlossenem Webportal und Verknüpfung der sozialen Netzwerke eine App entwickelt werden, die durch Gamification und Community-Building insbesondere Schülerinnen ab Klasse 8 zur Beschäftigung mit MINT-Themen anregen soll. So können kleine Projekte, Experimente und Ausflugsziele nach Klassen-Niveau und Interesse erforscht werden, um dadurch wiederum Berufsziele herauszufiltern und zu stärken. Genderwissenschaftliche Untersuchungen begleiten das Projekt.

Wie Sie als Lehrer*in von „intoMINT 4.0“ profitieren

  • Nutzen Sie die App als Unterrichtshilfsmittel oder in einer AG für ihre Schülerinnen und Schüler. Auch wenn das Projekt als Hauptzielgruppe die Schülerinnen ansprechen möchte, so ist die App doch allen zugänglich. Zum einen stärken Sie so die Medienkompetenz Ihrer Schüler*innen, zum anderen dient die App als Experimentier-Werkzeug im MINT-Bereich.
  • Orientierung statt Frust: Wie können die Schüler*innen das Wissen aus dem Unterricht später im Berufsleben umsetzen? Welche MINT-Berufe gibt es eigentlich, welche sind vielleicht bisher unbekannt und wie können diese erlernt werden? Die App verknüpft Berufsorientierung mit Interessen und kann somit auch als Instrument der Berufs- und Studienorientierung eingesetzt werden.
  • Nehmen Sie mit einer Schülerinnengruppe am intoMINT-Wettbewerb teil. Nähere Informationen dazu werden später veröffentlicht.
  • Gerne führen wir auch Projektworkshops an Ihrer Schule durch. Experimentieren mit der intoMINT-App steht dabei im Vordergrund.

Wie Sie das Forschungsprojekt unterstützen können

  • Teilen Sie uns Ihre Erfahrungswerte als Lehrer*in mit: Wie können Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in der Schule besser vermittelt werden?
  • Wie nutzen Sie die digitale Technik, um Ihre Schüler*innen zu fördern?
  • Werden Sie Multiplikator! Vielleicht kennen Sie neben Ihren Schüler*innen auch Jugendliche aus dem Freundes- und Familienkreis, die unser Projekt noch nicht kennen und davon profitieren können. Motivieren Sie Schülerinnen ab Klasse 8, die intoMINT-App auszuprobieren.

Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie uns eine E-Mail an intomint@hs-anhalt.de oder nutzen unsere anderen Kontaktmöglichkeiten.