Fachbereich 5 Informatik und Sprachen

gamedev|education 2014

Die Konferenz gamedev|education 2014 fand am 24.Oktober 2014 zum Auftakt des neuen Studienjahres im Studiengang Angewandte Informatik - Digitale Medien und Spieleentwicklung statt. 

Das Themenspektrum der eingeladenen Vorträge dieses Jahr reichte von der Produktion von Soundtracks über klassische Game Design Themen, die Bedeutung von Games in unserer Gesellschaft bis hin zum Publishing und Monetarisieren von Spielen. Die Vortragenden kommen sowohl aus der lokalen Spiele- und Mediencommunity als auch von einem großen deutschen Publisher.

Mit einigen Vorurteilen zu Computerspielen setzte sich die Präsentation "Was spielt mein Kind da eigentlich" auseinander, die explizit auch für interessierte Eltern und Lehrer geplant war. Studierende haben einige ihrer Lieblingsspiele gezeigt und in diesem Rahmen versucht, das Medium Computerspiel nicht nur als Zeitvertreib sondern auch als Lernmedium und Bestandteil der Kultur vorzustellen.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch eine kleine Ausstellung historischer Spielekonsolen, die von René Meyer vom Haus der Computerspiele in Leipzig zur Verfügung gestellt wurden.

Programm 2014
  • Rick Hoppmann (Fotograf & Spieleentwickler): 
    Living Tales - 12 Tips für lebendige (Spiel)welten
    Das Design einer Spielwelt hat einen sehr großen Einfluss auf das Spielerlebnis. Schon kleine Dinge wie Bewegung, Variationen im Aussehen von Spielelementen und im Verhalten von Charakteren können den Spieler stärker in die Spielwelt hineinziehen. In diesem Vortrag werden einige dieser Punkte vorgestellt und anhand eines eigens angefertigten Spieles sofort demonstriert. 

  • Holger Busse (GENUIN recording group): 
    Live Orchestra Recording - Orchester-Produktionen für Computerspiele
    Computerspiele erinnern immer mehr an Hollywood-Blockbuster: Fotorealistische 3D-Grafik, Surround-Sound, ein aufwändiger Plot, mehrjährige Entwicklungszeit. Da wundert es kaum, dass auch der Sound immer aufwändiger und realistischer wird. Bei großen PC- und Konsolenspielen gehört es längst zum „guten Ton“, den Soundtrack genau wie bei Kinofilmen mit einem Sinfonieorchester einzuspielen. Aber auch bei Online-Spielen und Casual Games geht der Trend in die gleiche Richtung. Wir zeigen Aufbau und Ablauf einer großen Soundtrack-Produktion, Unterschiede zum Kinofilm und zu „klassischen“ Orchesteraufnahmen und blicken ein wenig in die Zukunft. 

  • Emma Povkhan (Producer Mobile Team, Aeria Games): 
    What makes a successful free-to-play: a publisher's perspective.
    This session will focus on the success story of a mobile trading card game Immortalis, from its launch in Japan, to publishing operations and reaching top grossing ranks in the west. We will discuss how cultural and economic factors influence operational choices when managing a game in these very different markets. Examples of success and failure will demonstrate how different territories react to specific psychological triggers and how knowing this can help maximize business performance. Knowledge of the mobile games industry can be helpful, but is not required.

  • Marc Prochnow (Digitalberatung / Konzeption / Projektmanagement): 
    Die Bedeutung von Videospielen für unsere Informationsgesellschaft

    Videospiele sind ein nicht mehr wegzudenkender Teil unserer Informationsgesellschaft geworden und spielen in vielen Bereichen eine große Rolle. Der Vortrag betrachtet einige davon. Spiele als gesellschaftliches Phänomen werden angesprochen, aber auch die technologische Vorreiterrolle von Videospielen, die die Entwicklung von Hard- und Software vorantreibt. Es werden auch Projekte vorgestellt, in denen Game Engines außerhalb des Spielebereichs Verwendung finden. 

  • Studierende des Fachbereichs, Stefan Schlechtweg-Dorendorf: 
    Vorurteile über Computerspiele oder: "Was spielt mein Kind da eigentlich?"
    Computerspiele sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, trotzdem eilt ihnen immer noch der Ruf voraus, sie seien schädlich für die Persönlichkeitsentwicklung, sinnloser Zeitvertreib und würden gar Aggressivität und Gewaltbereitschaft fördern. Wissenschaftliche Studien zeigen aber immer wieder, dass dem nicht so ist. Mehr noch, Computerspiele können die Entwicklung von Heranwachsenden sogar fördern. Wir wollen dies anhand einiger Beispiele zeigen.
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